Das Störlichtbogenrelais der Baureihe AF0500 ist ein mikroprozessorgesteuertes Schutzrelais, das Schäden durch Störlichtbögen begrenzt, indem es Lichtsensoren zur schnellen Erkennung eines Lichtbogens und zur anschließenden Auslösung eines Leistungsschalters verwendet. Jede beliebige Kombination von Punkt- und Lichtleitersensoren kann an das Relais angeschlossen werden, um maximalen Schutz zu gewährleisten. Das AF0500 kann mit PGA-LS10 Punktsensoren und PGA-LS20/PGA-LS30 faseroptischen Sensoren betrieben werden. Die Sensoren, Eingänge und Anschlüsse werden überwacht, um einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten. LEDs am Relais und an den Sensoren zeigen den Zustand der Sensoren an und geben an, welche(r) Sensor(en) einen Lichtbogenfehler erkannt hat/haben. Ein sekundärer Halbleiter-Auslösestromkreis bietet einen redundanten Auslöseweg. Das AF0500-Relais verfügt über eine Ethernet-Schnittstelle und unterstützt Modbus® TCP-Kommunikation. Anwendungen für die Zonenauslösung, die Auslösung von vorgeschalteten Schaltern und die Auslösung von Kuppelschaltern können einfach konfiguriert werden. Ein USB-Anschluss wird für die Konfiguration und den Zugriff auf Ereignisprotokolle verwendet. Die Baureihe ist ideal in Schaltanlagen, Stromwandlern und Stromrichteranwendungen einsetzbar.
Sensorplatzierung
Das AF0500-Blitzlichtbogenrelais und die Sensoren lassen sich bei Nachrüstungsprojekten und neuen Schaltanlagen mit wenig oder gar keiner Neukonfiguration leicht installieren. Einfache Anwendungen funktionieren direkt nach dem Auspacken, ohne dass eine PC-Konfiguration erforderlich ist. Komplexere Systeme mit mehreren Stromquellen werden über die integrierte USB-Schnittstellensoftware des Relais konfiguriert. Im Allgemeinen wird empfohlen, einen oder zwei Sensoren pro Schaltfeld zu montieren, um alle horizontalen und vertikalen Sammelschienen, Schalterfächer, Schubladen und alle Bereiche abzudecken, in denen die Gefahr eines Störlichtbogens besteht. Das Anbringen eines faseroptischen Sensors in den Schränken und in Bereichen, in denen die Abdeckung durch einen Punktsensor unsicher ist, führt zu einer vollständigen Abdeckung und einem zusätzlichen Maß an Redundanz. Selbst wenn nur an stromlosen Anlagen gearbeitet wird, sollten alle Wartungsbereiche überwacht werden, um mögliche Schäden und zusätzliche Kosten zu vermeiden.